
Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.“
Zitat aus Johann Wolfgang von Goethes „West-Östlichen Divan“ 1819.

Die Engelsfrau ist als Schutzengel des Hauptbahnhofs Zürich bekannt und wird oft von Reisenden als Glücksbringer betrachtet. Sie ist ein Symbol für Sicherheit und Geborgenheit und soll den Fahrgästen ein Gefühl des Schutzes und der Unterstützung geben. Die Engelsfrau – auch benannt als «l’ange protecteur», Schutzengel des Hauptbahnhofs Zürich – schuf die Künstlerin Niki de Saint Phalle. https://www.hellozurich.ch/de/aktuell/schutzengel-hauptbahnhof.html

„Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.“
Begegnung mit einem Denkmal

Dazu Tucholsky 1930 in Koblenz am Deutsche Eck: „Könnt ihr euch denken, dass sich jemals eine Regierung bereit fände, einen solchen gefrorenen Mist abzukarren?“
Der „Mist“ wurde durch amerikanische Artillerie zerstört und „abgekarrt“. 1993 kam Kaiser Wilhelm I. zurück, hoch zu Roß. Deutschland ist einig, an der Treue wird noch gearbeitet.

Der Zwiebelmarkt ist älter als Weimar als Kulturstadt. Erstmals urkundlich erwähnt am 4. Oktober 1653 als „Viehe- und Zippelmarckt“ – Zippel ist das alte Wort für Zwiebel. Der Ursprung liegt aber sicher schon. Im Herbst mußten sich die Weimarer mit haltbarem Gemüse, Vieh und eben Zwiebeln aus der Heldrunger Gegend im Norden Thüringens eindecken. Die Heldrunger Bauern kommen bis heute mit über 40 Ständen und liefern seit Generationen ihre berühmten Zwiebelzöpfe aus roten und weißen Zwiebeln, kunstvoll geflochten mit Stroh- und Trockenblumen.
Im 19. Jahrhundert wandelt sich der Markt. Weimar wird Klassikerstadt, und Goethe adelt die Zwiebel. Er kaufte nicht nur Zwiebeln zum Essen, sondern hängte sich die Zöpfe als Dekoration ins Haus am Frauenplan und an den Schreibtisch und lobte ihre gesunde Wirkung. Aus dem Bauernmarkt wurde ein ästhetisches Objekt – ganz im Sinne der Klassik: Das Alltägliche veredeln.
1872 bekam der Markt seine eigene Ordnung, wurde auf drei Tage festgelegt. Ursprünglich fand er nur am Frauenplan und in der heutigen Schillerstraße statt.
Zweites Oktoberwochenende, Freitag bis Sonntag
Am besten zu Fuß hin, Auto stehen lassen. Die Stadt sperrt alles, es gibt P+R und Shuttlebusse. Und Freitag 12 Uhr wird er traditionell mit dem Anschnitt des Zwiebelkuchens von Oberbürgermeister und Zwiebelmarktkönigin eröffnet.